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In memoriam: o. Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heistracher (1931 – 2026)

06.03.2026

Mit tiefer Trauer und großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Universitätsprofessor Dr. Peter Heistracher, der am 19. Februar 2026 im Alter von 94 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert die wissenschaftliche Gemeinschaft eine prägende Persönlichkeit der Pharmakologie und Toxikologie, einen engagierten Lehrer und einen geschätzten akademischen Mentor.

Professor Heistracher leitete von 1974 bis 1999 das Institut für Pharmakodynamik und Toxikologie, das im Jahr 1994 in Institut für Pharmakologie und Toxikologie umbenannt wurde. Unter seiner Führung entwickelte sich das Institut zu einer anerkannten Einrichtung mit klarer wissenschaftlicher Profilbildung und internationaler Vernetzung. Er verstand es, Forschung, Lehre und klinische Relevanz auf beispielhafte Weise miteinander zu verbinden.

Sein wissenschaftliches Wirken war gekennzeichnet durch präzise Analytik, methodische Konsequenz und ein tiefes Verständnis pharmakologischer Wirkmechanismen. Besonders wichtig war ihm die Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung sowie die verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit toxikologischen Fragestellungen. Unter seiner Leitung entstand ein inspirierendes Umfeld, in dem junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefördert und zu eigenständigem Denken ermutigt wurden. Viele seiner Studentinnen und Studenten bekleiden heute selbst verantwortungsvolle Positionen in Wissenschaft, Industrie und Gesundheitswesen.

Über sein Wirken am Institut hinaus engagierte sich Professor Heistracher intensiv in nationalen wissenschaftlichen Gremien. Dort brachte er seine Expertise mit Sachlichkeit, Integrität und Augenmaß ein. Er war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und wurde für seine Verdienste mehrfach geehrt, unter anderem durch Ehrenmitgliedschaften, die seine fachliche Autorität und seine hohe persönliche Wertschätzung widerspiegeln.

Auch als akademischer Lehrer war Professor Heistracher eine prägende Gestalt. Seine Vorlesungen zeichneten sich durch Präzision und einen hohen Anspruch an wissenschaftliche Redlichkeit aus. Integrität und Verantwortungsbewusstsein waren für ihn keine Schlagworte, sondern gelebte Haltung.

Über seine Emeritierung hinaus blieb er dem Institut und der Fachgemeinschaft eng verbunden. Sein Rat war geschätzt, sein Urteil bedacht und ausgewogen. Bis ins hohe Alter verfolgte er mit wachem Interesse die Entwicklungen seines Faches.

Wir verlieren mit Professor Peter Heistracher eine herausragende Persönlichkeit der Pharmakologie und Toxikologie. Sein Lebenswerk und sein Engagement für Wissenschaft und Lehre werden in dankbarer Erinnerung weiterwirken.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.