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Waldammer im Botanischen Garten gesichtet

05.11.2019

Seit einigen Tagen verweilt zur Begeisterung von VogelfreundInnen eine Waldammer im Botanischen Garten. In Mitteleuropa tritt die global gefährdete Art nur außerordentlich selten in Erscheinung. In Wien ist die Waldammer zum ersten Mal überhaupt gesichtet worden.

Die Waldammer ist ein Brutvogel der borealen Nadelwaldzone mit einem Verbreitungsgebiet, das sich von Skandinavien über das nördliche Russland bis hin zur Beringstraße erstreckt. Ihre Überwinterungsgebiete liegen im südlichen Teil Ostasiens. In Österreich konnte die Art bisher nur sechs Mal nachgewiesen werden. Der siebente Nachweis ist am 2. November 2019 im Zuge des "Integrierten Wintervogelmonitorings" gelungen. Koordiniert wird das Monitoring von der österreichischen Vogelschutzwarte, die Beringung im Botanischen Garten führen Christian Schulze und seine Arbeitsgruppe von der Abteilung für Tropenökologie und Biodiversität der Tiere der Universität Wien durch. Sie haben auch die Waldammer gefangen, beringt und anschließend sofort wieder freigelassen.

Die Sichtung einer Waldammer im Botanischen Garten der Universität Wien ist eine ornithologische Sensation. Bis dato wurde der seltene Vogel nur sechs Mal in Österreich nachgewiesen. (© Christian Schulze)