Anthropogenic Evolution
- Leiter: Gerhard Weber and Philipp Mitteröcker
Obwohl Menschen die meisten biologischen Merkmale mit Säugetieren teilen, hat die kumulative Entwicklung von Technologie, Sprache und Kultur zu grundlegenden Veränderungen in unseren Beziehungen zur Umwelt, zu anderen Lebewesen und zu uns selbst geführt. Dies hat die Art und Weise, wie sich Menschen in der von ihnen weitgehend selbst konstruierten ökologischen Nische evolvieren, beeinflusst und wird dies auch weiterhin tun.

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© Gerhard Weber: Innenansicht des Micro-CTs
© Gerhard Weber: Kieferfossil, welches belegt, dass der moderne Mensch Afrika bis zu 60.000 Jahre früher als ursprünglich gedacht verlassen hat.
Dieser Forschungsschwerpunkt befasst sich mit der biokulturellen Evolutionsdynamik innerhalb der Gattung Homo, einschließlich ihrer grundlegenden Rolle im „Anthropozän“, indem die Biologie und das Verhalten des Menschen in einem breiten Kontext untersucht werden. Es wird sowohl theoretisch als auch empirisch untersucht, wie Umweltveränderungen sowie soziokulturelle und technologische Übergänge die Biologie, die Lebensgeschichte und die Gesundheit von Menschen und anderen Organismen beeinflusst haben und auch weiterhin beeinflussen. Diese Forschung umfasst unter anderem die evolutionäre Wechselbeziehung von Genen und Kultur unter Einbeziehung paläoanthropologischer und archäologischer Daten sowie Verwendung von genomischen, medizinischen, demografischen, verhaltensbezogenen und sozioökonomischen Quellen.
